Jens Hoffsommer: "Stadt darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen"
Die Pläne der Stadtverwaltung, die städtische QAD zu zerschlagen, stoßen bei den GRÜNEN auf Widerstand. „Bei allem Verständnis dafür, dass die QAD wirtschaftlich arbeiten muss, agiert Sozialbürgermeister Martin Seidel wieder einmal wie die Axt im Wald,“ so Fraktionssprecher und QAD Aufsichtsratsmitglied Jens Hoffsommer. „Die Neuorganisation und nicht die Zerschlagung der QAD ist ein Gebot der Stunde.“
Bei möglichen Auslagerungen von bisherigen Aufgaben der QAD muss die Fortsetzung der jeweiligen Projekte sichergestellt werden. „Wenn Herr Seidel z.B. den Betrieb von Freibädern durch die QAD aufgeben will, darf das nicht zur Schließung führen. Wer eine Auslagerung von Aufgaben fordert, hat die Pflicht zu sagen, wie die Zukunft aussehen soll.“ Die finanziellen Probleme der QAD sind fraglos auch das Produkt von Missmanagement in der Vergangenheit. „Nachdem vieles im vergangen Jahr analysiert und aufgearbeitet wurde, ist jetzt der Zeitpunkt für eine kluge Neustrukturierung der QAD, die auch eine Konzentration auf die Kernaufgaben und Kompetenzen einschließt, gekommen.“
Vehement wehren sich die GRÜNEN dagegen, auch Aufgaben, die zur „Ursuppe“ der QAD gehören, abzuschütteln. „Die Koje ist z.B. ein wichtiges Projekt der Qualifizierung von Jugendlichen und kein Bespaßungsunternehmen. Es ist die ureigenste Aufgabe der QAD, solche Projekte fortzusetzen, zumal gerade die Koje auf eine erfolgreiche Arbeit bei der Qualifizierung junger Arbeitsloser blicken kann. Eine solche Sozialpolitik mit dem Rasenmäher ist inakzeptabel,“ so Hoffsommer.
Nach Auffassung der GRÜNEN sollte eine Lenkungsgruppe des Aufsichtsrates auf der Basis des vorliegenden Gutachtens und der Erfahrungen der Geschäftsleitung die Weichenstellung der QAD beraten und dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegen.





