Klotzsche

Ortsbeirat fordert Werbung für die Gartenstadt

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Antrag der GRÜNEN einstimmig angenommen

 

Blick auf den Hellerauer Markt, das Zentrum der Gartenstadt. Nur selten kommen Touristen hierher. Das möchte der Ortsbeirat Klotzsche ändern. Er drängt dafür auf ein Konzept von der Stadt.  Der Ortsbeirat Klotzsche fordert von der Landeshauptstadt, dass sie ein touristisches Leitsystem für die Gartenstadt Hellerau entwickelt. Ein entsprechender Antrag der GRÜNEN fand in der Sitzung am Montagabend die geschlossene Zustimmung des Gremiums.

 

Die Grünen hatten die Forderung bereits im Frühjahr anlässlich der Feiern zum hundertjährigen Bestehen der Gartenstadt in diesem Jahr eingebracht. Wegen Pannen in der Verwaltung und der zwischenzeitlichen Kommunalwahlen kam die Sache jedoch erst jetzt auf die Tagesordnung des neuen Ortsbeirats.

 

Die zum Jubiläum gerühmten kulturellen und architektonischen Besonderheiten von Hellerau sind auch der Grund für den Vorstoß. Dort heißt es: „Mit Beginn der rhythmischen Erziehung in der Bildungsanstalt Helleraus stand die Gartenstadt vor den Toren Dresdens im Fokus der Europäischen Avantgarde. Die architektonische Geschlossenheit der Siedlung und der hohe gestalterische Anspruch suchen weltweit ihresgleichen.“

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Hellerau solle bei den touristischen Angeboten Dresdens nicht länger das fünfte Rad am Wagen sein, sagte Grünen-Stadtrat Torsten Schulze zur Begründung des Antrags. Die Verwaltung solle gemeinsam mit der Dresden Marketinggesellschaft ein Konzept entwickeln, um Hellerau bei den Besuchern bekannter zu machen. Ortsrat Steffen Apel (Linke) unterstützte den Vorstoß mit dem Hinweis, dass der Hellerauer Bürgerverein seit den frühen 1990er-Jahren immer neue Vorstöße unternommen habe, die jedoch regelmäßig verpufft seien.Heinrich Lüers (CDU) regte an, die Gartenstadt in ein touristisches Gesamtkonzept für Dresden aufnehmen zu lassen. Schulze warnte jedoch davor, auf die Sonderrolle für Hellerau zu verzichten. Erfahrungsgemäß dauere es erhebliche Zeit, bis ein umfassendes Konzept vorgelegt werde. /sz.Stefan Rössel
 

Nur ein neues Wohngebiet im Flächenplan für Klotzsche

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Die langfristige Planung für den Ortsamtsbereich ist in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden.

(aus SZ am 30.10.09) Mehr Grün, ein Zuwachs an Gewerbe und nur ein neues Wohngebiet – das sind die Richtungen, in denen die Stadt mittelfristig für den Ortsamtsbereich Klotzsche plant. Sie sind in dem Entwurf zu einem neuen Flächennutzungsplan für die Gesamtstadt enthalten.

Er wurde am Mittwochabend von Stadtentwicklungsexperten des Planungsamts in einer Bürgerversammlung für Klotzsche vorgestellt. Als einziges neues Wohnbaugebiet ist das Gelände zwischen Karl-Marx- und Klotzscher Hauptstraße auf beiden Seiten des Dörnichtwegs vorgesehen. Einfamilienhäuser sollten dort allerdings nicht bis an die bestehende Bebauung des alten Dorfkerns heranreichen, sagte Reinhard Kreutzstein, der das nördliche Stadtgebiet bearbeitet. Deshalb sei als Abgrenzung ein Grünstreifen geplant. Ansonsten sei lediglich an der Keulenbergstraße eine Abrundung des Wilschdorfer Siedlungsgebiets vorgesehen. Ansonsten solle in Wilschdorf vor allem die Grünverbindung an die Moritzburger Teiche erhalten bleiben.

Im Gebiet am Flughafen sollen künftig alle Flächen, die nicht unmittelbar für den Luftverkehrsbetrieb benötigt werden, als Gewerbeflächen vorgehalten werden, sagte Kreutzstein. Vor allem sei neben dem Kraftwerk an der Grenzstraße eine Fläche für ein Flugzeugbauprojekt vorgesehen. Dafür laufe parallel auch ein gesondertes Planverfahren mit früherem Abschluss.

Für den Sandabbau auf dem Heller ist langfristig eine Neubegrünung vorgesehen. Allerdings laufen die Abbaurechte noch bis 2027. Eine Ausweitung der jetzigen Abbauflächen komme nicht infrage.

Auf die Frage nach einem Standort für eine neue Schwimmhalle sagte Kreutzstein, für Sporteinrichtungen sei kein neuer Platz vorgesehen. Er wies jedoch darauf hin, dass der Sportentwicklungsplan parallel in Arbeit sei.

Stefan Rössel

 

Bebauung in Hellerau muss auf die Tagesordnung des Stadtrates

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GartenstadtZu der Berichterstattung über die Kritik Hellerauer Bürger an Baubürgermeister Marx erklärt die bündnisgrüne Stadträtin Eva Jähnigen: „Die Sorge der Hellerauer Bürger ist berechtigt: Die Gestaltungssatzung als zentrales städtebauliche Lenkungsinstrument ist für die Gartenstadt wichtig und muss unbedingt eingehalten werden.“ Eva Jähnigen ist erstaunt, dass der Stadtrat über diesen Vorgang bisher nicht informiert wurde: „Ich erwarte, dass dieses Thema auf die Tagesordnung der ersten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses kommt. Auch sollte sich der Ortsbeirat Klotsche mit dieser Frage beschäftigen.“ Hintergrund: In einem Brief an die OB hatten 28 Anwohner kritisiert, dass Baubürgermeister Marx in den Straßen „Auf dem Sand“ und „Am Pilz“ eine Doppelbebauung zulassen will und damit die Vorgaben der Satzung für die Mindestgröße von Freiräumen unterlaufen würde. Die Briefeschreiber sehen ferner in dem Plan die Gefahr, dass dadurch die möglichen Bemühungen, Hellerau in den Kreis der Weltkulturerbestätte aufzunehmen, vereitelt werden könnten.