Pieschen

GRÜNE empört über Baumfällungen in Pieschen

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baumfaellungen_pieschen_1333baumfaellungen_pieschen_133732 prächtige Bäume entlang der Kötzschenbrodaer Straße fallen, die ursprünglich erhalten werden sollten

Durch empörte Bürgeranrufe hat die GRÜNE Fraktion im Stadtrat davon Kenntnis nehmen müssen, dass heute Baumfällungen auf der Kötzschenbrodaer Straße in Pieschen begonnen haben. Diese Maßnahme stößt bei den GRÜNEN auf völliges Unverständnis, da diese Bäume laut Planfeststellungsbeschluss zur Hochwasserschutzanlage Pieschen erhalten werden sollten.

Stadträtin Andrea Schubert: „Hier wird nicht nur wertvoller Altbaumbestand unwiederbringlich beseitigt, sondern auch das Landschafts- und Stadtbild des Pieschener Elbufers zerstört.“ Auf Nachfrage bestätigte die Sächsischen Landestalsperrenverwaltung (LTV) das Fällen von 15 Sträuchern und Jungbäumen sowie 32 Altbäumen.

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GRÜNE wollen Wiedereinrichtung der Fährverbindung Pieschen-Ostragehege

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Im Mittelpunkt der Ortsbeiratssitzung am 16.2. in Pieschen stand der Antrag der GRÜNEN Stadtratsfraktion, der die Wiedereinrichtung einer Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege zum Ziel hat. Eine entsprechende Prüfung der organisatorischen und wirtschaftlichen Optionen soll die OB im Zusammenwirken mit VVO, DVB und Messe voranbringen.

Nach Ansicht der zuständigen Stadträtin Eva Jähnigen haben sich die Voraussetzungen für die Realisierung einer solchen Verbindung deutlich verbessert. „Die Belebung des Ostrageheges, nicht zu letzt durch Messe und Sportgymnasium, könnte durch eine solche Fährverbindung weiteren Auftrieb bekommen. Nach Ansicht der GRÜNEN könnte die Fähre auch die touristische Attraktivität steigern. „Synergien zwischen gastronomischen und weiteren Freizeitangeboten sind zu erwarten,“ so Jähnigen."Der Betrieb der Fähre z.B. während der Frauen-Fussball-WM oder bei Großveranstaltungen in der Messe wäre sicher attraktiv." Auch die Messegeschäftsführung hat ihre Unterstützung des Antrages signalisiert. Der Ortsbeirat stattete den Antrag mit einem einstimmigen positiven Votum aus.

 

Bangen um Pieschener Gemeinschaftsschule

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von Stefan Rössel, SZ
Der Koalitionsvertrag der Landesregierung schafft Unsicherheit über die Zukunft der jungen Gemeinschaftsschule. Schulleiterin Petra Bräutigam (l.) und Elternvertreterin Madeleine Kretzschmar vor der Mittelschule Pieschen. Beide sind davon überzeugt, dass der Gemeinschaftsschulversuch wie geplant fortgesetzt werden kann.
Die Regierungsvereinbarung von CDU und FDP für die kommende Wahlperiode hat einen Moment lang Unsicherheit bei Lehrern und Eltern der Gemeinschaftsschule Pieschen ausgelöst. Die Zukunft des Experiments schien unsicher, weil in der Koalitionsvereinbarung klargestellt wird, dass es zumindest keine Weiterungen davon geben soll. „Die bisher genehmigten Schulversuche zur Gemeinschaftsschule werden abgeschlossen und evaluiert“, heißt es in dem Vertrag. Inzwischen werden Zweifel beiseite gedrängt.
Schulleiterin Petra Bräutigam stellt klar: „Wir haben einen offiziellen Bescheid des Kultusministeriums und setzen diese Arbeit selbstverständlich fort. Das sind wir auch den Eltern und Kindern schuldig.“ Eltern wollen Fortsetzung Die Eltern betonten bei einem Treffen des Elternrats ebenfalls, dass sie selbstverständlich von einer Fortsetzung des Schulversuchs ausgehen. „Wir wollen die Schule“, bekräftigte Madeleine Kretzschmar aus dem Gremium. Immerhin war es eine Elterninitiative, die auf die Bildung der Gemeinschaftsschule im Jahr 2008 gedrängt hatte.
Die Stadt weist ebenfalls auf die Genehmigung des Experiments bis 2014 hin. Sie vertraue auf die Gültigkeit des Bescheides, teilte das Presseamt mit: „Es gibt keine Anzeichen für eine vorzeitige Beendigung des Schulversuches.“
Grünen-Stadtrat Stephan Kühn erklärte dagegen, dem Modellprojekt Gemeinschaftsschule sei mit dem Koalitionspapier „die Zukunft geraubt“. Die Schüler der jetzigen fünften Klassen würden durch die Befristung bis 2014 nicht mehr ihren Abschluss in dem Modell machen können. Es sei daher auch offen, ob die Schule im nächsten Jahr noch neue Schüler aufnimmt.
Die FDP im Landtag, die im Wahlkampf noch für längeres gemeinsames Lernen eingetreten war, hielt sich zurück. Schulexperte Torsten Herbst wollte sich nicht dazu äußern. Sprecher Andreas Nowak sagte lediglich, es sei Sache des künftigen Kultusministers, was der Koalitionsvertrag für jede einzelne Schule bedeute. Bisher gibt es neun Gemeinschaftsschulen in Sachsen.
Die Pieschener Einrichtung wird in Kürze erstmals ausgewertet. Wissenschaftler der TU Dresden werden dazu mit einem Fragebogen anrücken, kündigte Schulleiterin Bräutigam an.