Carolabrücke: Planungsbüros präsentieren erste Ideen
Geld für gute Gestaltung statt überflüssige Breite nutzen!
Gestern haben die vier Planungsbüros ihre ersten Ideen für die neue Carolabrücke im Stadtforum vorgestellt.
Susanne Krause, baupolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen freut sich, dass das Angebot mit den Planer*innen ins Gespräch zu kommen so gut angenommen wurde: „Dass der Stadtrat eine umfassende Beteiligung der Dresdner Stadtgesellschaft im Verfahren mitbeschlossen hat, erweist sich als sehr sinnvoll. Die wirklich gut umgesetzte Veranstaltung heute im Stadtforum zeigt das große Interesse der Dresdnerinnen und Dresdner.“
„Die Bandbreite der Vorschläge der vier Planungsteams ist recht groß”, so Krause weiter. “Mich beeindruckt, dass alle Teams mehr oder weniger deutlich die Vorgabe des Stadtrats infrage stellen, unbedingt vier Autospuren vorzusehen. Dieses Thema wird uns vor allem in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der neuen Carolabrücke weiter beschäftigen müssen. Das Geld, das in überflüssige Fahrspuren versenkt wird, fehlt bei den Elementen, die aus einem technischen Bauwerk eine schöne Brücke machen. Kompromisse bei der Gestaltung aufgrund ideologischer Verkehrsvorstellungen lehnen wir Grüne weiterhin ab“, stellt die Stadträtin klar.
„Wir entscheiden jetzt über eine Brücke, die unser Stadtbild für mindestens 80 Jahre prägen wird. Deshalb muss der Stadtrat bei den notwendigen politischen Entscheidungen auch die Umgebung der Brückenköpfe und perspektivische Umgestaltungen in den Blick nehmen. Die Entwürfe zeigen, wie die Brücke integraler Bestandteil des Elbuferbereichs werden kann. Das wäre ein großer Gewinn für die Dresdner Innenstadt”, hebt Krause die Bedeutung der Anbindung der neuen Brücke hervor.
„Für eine Vorfestlegung auf einen der vier Vorschläge ist es zu früh“, stellt sie klar. „Dafür sind sie auch in der Bearbeitungstiefe noch zu unterschiedlich. Ich bin gespannt, wie sich alle vier Planungsteams bis zur Endabgabe der Entwürfe Ende Mai weiterentwickeln werden.“
„Ab der nächsten Sitzung des Begleitgremiums am 26. Mai werden die Entwürfe sicherlich auch wieder engagiert in der Stadtgesellschaft diskutiert werden. Ich freue mich darauf und hoffe auf große Beteiligung. Besonders die Perspektive von Frauen, Kindern und Jugendlichen brauchen wir für die zukünftige Entscheidung noch stärker“, so Krause abschließend.