Kürzungen bei der DVB mit Grünen nicht zu machen!
Wer am ÖPNV spart macht das Leben für alle schlechter
Die gestern veröffentlichten geplanten Kürzungen beim Öffentlichen Nahverkehr in Dresden sind aus Sicht der Bündnisgrünen Fraktion nicht hinnehmbar.
„Sollten sich die Berichte über die Kürzungsorgie bei den DVB bewahrheiten, hat Oberbürgermeister Hilbert damit die Kettensäge auf den Verhandlungstisch zum kommenden Doppelhaushalt gelegt. Auf dieser Grundlage scheint er allenfalls noch mit Team Zastrow und den Rechtsradikalen zu rechnen, denn wer nur halbwegs bei Sinnen ist, kann diesen Vorschlägen niemals zustimmen“, erklärt Susanne Krause, Aufsichtsrätin der DVB und Mitglied im Bauausschuss.
„Kürzungen in dieser Größenordnung von 10% des Angebots träfen nicht nur die Dresdner*innen hart“, so Krause weiter, „sie würden auch eine Abwärtsspirale in Gang setzten: Eine Verschlechterung des Angebots führt zu weniger Fahrgästen, das wiederum führt zu weniger Einnahmen, was dann wieder als Argument für weitere Kürzungen genutzt wird.“
Ein funktionierender ÖPNV ist das Rückgrat der Dresdner Mobilität. Wer hier spart, macht das Leben für alle schlechter, führt Krause aus:
„Es trifft Schulkinder, die früher aufstehen müssen, weil ihre Wege länger werden, es trifft alte Menschen, die nicht mehr Auto fahren können und auf Bus und Bahn angewiesen sind, es trifft Pendler, deren eng getakteter Alltag noch enger wird, es trifft Menschen, die sich kein Auto leisten können. Es trifft aber auch alle anderen: Abgase und Lärm nehmen zu, der Klimaschutz wird ausgebremst, mehr Autos führen zu mehr Stau und Unfällen auf den Straßen. Ein guter ÖPNV ist Daseinsvorsorge und ein wesentlicher Wirtschafts- und Standortfaktor.“
„Es geht um 8,3 Millionen pro Jahr für die DVB. Wenn man sieht mit welcher Selbstverständlichkeit eine Mehrheit im Stadtrat 30 Mio. für unnötige Fahrspuren auf der Carolabrücke ausgeben möchte, muss es möglich sein, Bus und Bahn in Dresden auskömmlich zu finanzieren“, erklärt Krause.
Die stetige Steigerung der Fahrgastzahlen und das jährliche ausgezeichnete Abschneiden bei Kundenbefragungen zeigen: Die DVB leisten sehr gute Arbeit. In den letzten Jahren wurden bereits verschiedenste Einsparmöglichkeiten genutzt, die Einnahmen durch Fahrkartenverkäufe stiegen seit 2019 um 57 Mio. Euro auf 192 Mio. Auch für 2026 rechnen die DVB mit einem neuen Fahrgastrekord.
„Diese positive Entwicklung darf nicht mutwillig zerstört werden“, warnt Krause abschließend.