Keine Streichungen bei der S-Bahn!
Stadtaatsregierung ist in der Verantwortung die Mehrkosten übergangsweise zu übernehmen
Zur Meldung, dass der werktägliche S-Bahn-Verkehr der Linie S3 zwischen Dresden und Freiberg ab 13. Dezember 2026 eingestellt wird und zudem weitere Kürzungen im S-Bahn-Verkehr über ein „Reduktionskonzept“ des VVO vorbereitet werden, erklärt Ulrike Caspary, Sprecherin für Mobilität der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Dresdner Stadtrat und Mitglied in der Verbandsversammlung des ZVVO:
„Die angekündigten Kürzungen bei der S-Bahn Dresden drohen eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang zu setzen. Besonders die Streichung der S3 von Tharandt bis Freiberg ist ein harter Schlag für den Wirtschaftsraum Dresden. Einer der stärksten Pendlerströme kommt aus dem Gebiet südlich von Dresden. Mit dem Ausbau des Dresdner Mikroelektronikzentrums zum größten Standort in Europa sind Streichungen nicht vereinbar. Nicht nur in Dresden, auch in Verbindung zum Umland brauchen wir öffentlichen Verkehr auf der Schiene: verlässlich, pünktlich und mit dichtem Takt.“
Caspary verweist auf eine Bündnisgrüne Initiative im Landtag, die schon früh auf die Folgen des Trassenpreisurteils aufmerksam gemacht hat:
„Dass die Trassenpreise sich dramatisch erhöhen könnten, ist seit längerem bekannt. Deshalb erwarte ich von Ministerin Kraushaar, dass sie die Sächsische Staatsregierung darauf vorbereitet hat. Die Staatsregierung ist jetzt in der Verantwortung die Mehrkosten übergangsweise selbst zu übernehmen und die die vollständige Finanzierung vom Bund zu fordern. Öffentlicher Verkehr ist Teil der Daseinsvorsorge. Er muss ausgebaut und darf nicht gekürzt werden, auf keiner Bahn- oder S-Bahnlinie in Sachsen.
Die Fahrgäste haben die Finanzierungslücke nicht verursacht. Sie dürfen weder mit höheren Preisen noch mit weniger Zügen dafür bezahlen.“