Abschaffung von Fahrkartenentwertern in Bussen und Straßenbahnen
Es braucht barrierearme Alternativen!
Bis Mitte 2027 wollen die Mitglieder des VVO Fahrkartenentwerter in Bussen und Bahnen abschaffen. Das hat zur Folge, dass Zeitkarten nur noch mit festgelegtem Datum gekauft werden können, aber vor allem 4er Karten wird es dann künftig nicht mehr geben.
Ulrike Caspary, Vertreterin der BÜNDNISGRÜNEN Stadtratsfraktion und Verbandsrätin im ZVVO versteht die wirtschaftlichen Gründe, setzt sich aber im Verkehrsverbund dafür ein, dass es Alternativen gibt, z.B. für Kinder oder Menschen, die aus anderen Gründen kein Smartphone und keine Geldkarte haben.
Sie erklärt das Problem:
„Kindern ohne Bildungsticket konnten die Eltern bisher eine 4er-Karte mitgeben, die sie dann bei Bedarf einsetzten, konnten. Gerade Kinder im Grundschulalter haben häufig noch kein eigenes Smartphone und keine eigene Geldkarte, mit denen sie spontan Tickets in der Bahn erwerben könnten und nicht alle Haltestellen sind mit Fahrkartenautomaten ausgestattet.
Für sie braucht es Alternativen, ebenso wie z.B. für ältere Menschen, wenn sie nicht so digital unterwegs, gleichzeitig aber auf Bus und Bahn angewiesen sind. Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass Menschen abgehängt werden!“
In einer Anfrage an die Stadtverwaltung hatte Caspary die Einzelheiten der Pläne abgefragt (AF1365/26).
„Ich bin froh, dass unsere Bedenken im ZVVO heute aufgenommen wurden und es nun Bemühungen gibt, Lösungen zu finden. Wichtig ist auch, dass der Seniorenbeirat, der Beirat für Menschen mit Behinderungen und die Kinder- und Jugendbeauftragte einbezogen werden“, so Caspary abschließend.