Interimsparkplatz für Zollhof an der Stauffenbergallee schließt
Ab heute wieder Verkehrschaos, Lärm und Abgase im Wohngebiet
Wie schon länger absehbar war, steht seit heute der Interimsparkplatz für den Zollhof nicht mehr zu Verfügung. Das teilte die Stadtverwaltung gestern in einer Pressemitteilung mit. Damit stehen die LKW ab heute wieder Schlange mitten im Wohngebiet.
Ulrike Caspary, Mitglied im Bauausschuss für Bündnis 90/Die Grünen, kritisiert: „Seit vier Jahren blockieren CDU, Afd, Team Zastrow und SPD im Bauausschuss einen Umzug des Zollhofs nach Mickten mit immer wieder neuen Prüfaufträgen an die Verwaltung. Das müssen die Menschen in der Neustadt nun erneut ausbaden.“
„Aus unserer Sicht war der schon lange vorgeschlagene Standort Washingtonstraße in vielerlei Hinsicht am besten geeignet“, erklärt Caspary. „Er liegt in einem Gewerbegebiet direkt an der Autobahn, unmittelbar neben einem Baumarkt und weit entfernt von Wohngebieten. Auch die konkreten Verbesserungsvorschläge der Stadträtinnen und Stadträte für den Standort Washingtonstraße wurden von der Verwaltung aufgenommen und umgesetzt: Mehr Stellplätze für LKWs, eine neue Zufahrt in den Zollhof, der Erhalt des benachbarten Park-and-Ride-Parkplatzes. Trotzdem verweigerte eine Mehrheit im Bauausschuss im Januar ohne klare Begründung wieder die Zustimmung.“
Norbert Rogge, Stadtbezirksbeirat in der Neustadt, ergänzt: „Ob nun der neue Vorschlag von SPD, CDU und Team Zastrow eine Lösung sein kann ist nach wie vor offen. Schnell wird es in jedem Fall nicht gehen. Nun stehen wieder LKWs Schlange mitten im Wohngebiet, der Stau zieht sich bis auf die Stauffenbergallee, es gibt kaum Raum zum Wenden, sanitäre Anlagen für die Wartenden fehlen. Die Menschen in der Neustadt zahlen wieder die Zeche für die Blockadehaltung einiger Fraktionen.“