Jugendorganisation der AfD instrumentalisiert Schulen für politische Stimmungsmache
Zur angekündigten „Schultour“ der „Generation Deutschland“ in Dresden erklärt Katharina Ringler, Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen:
„Dass die Generation Deutschland gezielt vor Schulen auftritt, um junge Menschen für ihre politische Agenda zu gewinnen, ist besorgniserregend. Schulen müssen geschützte Orte des Lernens, der Vielfalt und des demokratischen Miteinanders sein – keine Kulisse für rechtsextremistische Provokationen und Einschüchterung.“
„Wer gezielt vor Schulen auftaucht, sucht nicht den fairen demokratischen Diskurs, sondern die maximale Aufmerksamkeit Minderjähriger. Das ist kein Beitrag zur politischen Bildung, sondern kalkulierte Polarisierung. Ich erwarte hierzu auch eine Stellungnahme des Bildungsbürgermeisters sowie Unterstützungsangebote für die betroffenen Schulen durch die Landeshauptstadt Dresden“, stellt Ringler klar.
Für den Diskurs mit Schüler*innen ist es üblich, ausschließlich auf Einladung der Schule mit den Schüler*innen ins Gespräch zu kommen. Das Abfangen der jungen Menschen vor dem Schulgelände, auf dem das Hausrecht der Schulleitung nicht gilt, ist unmoralisch und zeigt von der mangelnden Wertschätzung unserer demokratischen Werte.
Die Bündnisgrüne Fraktion in Dresden stellt sich klar gegen jede Form der Einschüchterung und Vereinnahmung junger Menschen. Demokratie lebt vom Streit um die besten Ideen, basierend auf Respekt, Fakten und Verantwortung.