Der Wasaplatz ist bereits jetzt eine der am stärksten frequentierten Bus – und Bahnhaltestellen in Dresden. Entsprechend kompliziert ist es, zwischen den vielen Kreuzungen und Straßen noch eine weitere Bahnlinie, die geplante Campuslinie, zu integrieren.
Mit der gestern im Bauausschuss vorgelegten Variante ist das aus Sicht der Bündnisgrünen Fraktion gelungen.
Ulrike Caspary, Sprecherin für Mobilität der Fraktion betont: „Wichtig ist, dass es nun zügig weitergeht. Die Campuslinie muss bis zum Wasaplatz geführt werden, nur dann kann die Linie 61 wirklich ersetzt werden.“
„Wir dürfen nicht zulassen, dass die irrationale Auto-first-Politik von Zastrow eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte in Dresden ausbremst und uns zwingt, Millionen von Fördergeldern zurückzuzahlen“, warnt Ulrike Caspary. „Wenn die absolute Bedingung für Verkehrspolitik sein soll, dass sich für Autos nichts ändern darf, verhindert man eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt und zeigt dass einem über 70% der Verkehrsteilnehmer*innen egal sind.“
Julia Günther, Stadtbezirksbeirätin für Prohlis, erklärt: „Mit den neuen Ideen der Stadtverwaltung kann der Wasaplatz für alle Verkehrsteilnehmer besser werden! Eine neue Straßenbahnlinie zu bauen und dann im Stau stehen zu lassen ergibt keinen Sinn. Deshalb ist es bei einer gemeinsamen Spur für Bahn und Auto auf der Caspar-David-Friedrich-Str. wichtig, einen Rückstau aus der Lockwitzer Straße zu vermeiden durch eine stadteinwärtige Sperrung im Bereich der Haltestelle. Die Alternative über die Lannerstraße ist geeignet und schont die Wohnviertel in Altstrehlen.“
Caspary erklärt: „Die so ermöglichten Radschutzstreifen in der Caspar-David-Friedrich-Straße sind eine Voraussetzung für die Genehmigung der Planungen. Der Verzicht auf vollwertige Radstreifen ist aus unserer Sicht vertretbar, wenn dort Tempo 30 eingerichtet wird und zwei Umfahrungsrouten (Hildebrandstr. und Heinrich-Zille-Straße) kommen.“
„Für Menschen, die Besorgungen zu erledigen haben, sollten in der Lannerstraße Kurzzeitparkplätze zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus steht in der Lannerstraße eine Tiefgarage zur Verfügung, die bisher wenig ausgelastet ist. Auch eine Anwohnerparkregelungen in der Umgebung wären eine Möglichkeit“, so Caspary abschließend.