Unnötige Spuren für die Carolabrücke kosten rund 10 Mio. Zinsen
Inklusive Wartungskosten fehlen so rund 2 Mio. pro Jahr im Haushalt
Für den Kredit zur Finanzierung der neuen Carolabrücke geht die Stadtverwaltung im Haushaltsentwurf für 2027/28 von einem Zinssatz von 3% aus, so Oberbürgermeister Hilbert auf eine Anfrage (AF1547/26) des finanzpolitischen Sprechers der Bündnisgrünen Stadtratsfraktion, Torsten Hans.
Alleine für die 30 Mio. Euro Mehrkosten für 4 statt 2 Autospuren, muss die die Landeshauptstadt bei einer Kreditlaufzeit von 22 Jahren für das angesetzte Annuitätendarlehen ziemlich genau 10 Mio. EUR Zinsen bezahlen.
Da die Kosten für Wartungen von Brücken bei durchschnittlich 1-1,5% der Bausumme liegen, ergibt eine Vierspurigkeit noch einmal bis zu 300-450.000 EUR Mehraufwand pro Jahr.
Torsten Hans stellt fest: „Das Festhalten einer Stadtratsmehrheit und des Oberbürgermeisters an einem überdimensionierten Brückenbau bedeutet damit zusätzlich über 2 Mio. EUR unnötige Ausgaben im Ergebnishaushalt pro Jahr, da nicht nur Instandhaltungen, sondern auch Zins und Tilgung im Ergebnishaushalt erwirtschaftet werden müssen. Das widerspricht fundamental dem Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit!“
„Wer einerseits unnötige Mehrbelastungen des Haushaltes erzeugen will und gleichzeitig immer wieder betont, dass „leider“ bei Förderungen von Kultur, Sport und Jugendhilfe gespart werden muss, handelt absolut unehrlich! Wir werden das bei den anstehenden Haushaltsverhandlungen immer wieder klar machen!“, so Hans abschließend.