Zwei weitere Schulen öffnen ab September ihren Schulhof für die Nachbarschaft

Konzept funktioniert und schafft kostengünstige Freizeitmöglichkeiten

16.06.2026

Wie aus der Beantwortung einer Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion hervorgeht, werden mit der 102. Grundschule in der Johannstadt und der 117. Grundschule in der Südvorstadt Ende August bzw. Anfang September zwei weitere Schulen ihre Schulhöfe nachmittags und am Wochenende öffnen.

Katharina Ringler, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Stadtratsfraktion, begrüßt die Ausweitung der Schulhoföffnung in Dresden und sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr kindgerechte Freizeitangebote:

„Kinder brauchen Platz. Besonders in eng bebauten Gebieten wie der Johannstadt und der Südvorstadt gibt es davon viel zu wenig. Wir geben viel Geld für Schulhöfe aus. Deshalb sollen diese möglichst vielen Kindern zu möglichst langen Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Die Erfahrungen am Gymnasium Plauen zeigen, dass das Konzept funktioniert.“

Das Gymnasium Plauen hat bereits seit September 2025 seinen Schulhof für die Nachbarschaft geöffnet und die Stadtverwaltung bestätigt in ihrer Antwort auf die Anfrage bisher gute Erfahrungen.

2015 hat das Jugendamt ein Konzept zur Öffnung von Schulhöfen außerhalb der Unterrichts- und Hortzeiten erstellt. 2024 wurde eine Erprobung und Evaluierung des Konzepts mit drei Schulen festgelegt.

“Wir werden die Schulen, die Offenheit für die Freigabe ihrer Schulflächen signalisiert haben, bestmöglich unterstützen”, verspricht Ringler.

Geöffnete Schulhöfe bieten Gelegenheit für eine enge Vernetzung mit dem Stadtteil. So können beispielsweise Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit an einem für die Kinder bekannten Ort stattfinden.

Tina Siebeneicher, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, macht deutlich:

„Junge Menschen wünschen sich Orte, wo sie sich treffen können, ohne als störend zu gelten. Schulhöfe sind öffentliche Räume – sie gehören nicht exklusiv den Schulen. Doch seit über zehn Jahren bleibt es trotz Stadtratsbeschlüssen bei Appellen und Freiwilligkeit. Einige wenige Schulen gehen voran, viele verweigern sich dem Thema weiterhin. Die Stadt muss gemeinsam mit den Schulen endlich ein verbindliches Konzept entwickeln. Es braucht ein Umdenken und den Willen, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen Freiräume zu geben. “

AF1374_26_Schulhoföffnung

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