Schul- und Vereinsschwimmen in Dresden-Klotzsche akut gefährdet

Grüne Stadtratsfraktion fordert Lösung vom Bildungs- und Sportbürgermeister Donhauser

05.02.2026

Wie inzwischen öffentlich bekannt, ist der Zustand der Schwimmhalle deutlich maroder als bisher angenommen und ein aktuelles Gutachten fordert eine baldige Schließung sollten die Mängel nicht behoben werden. Diese drohende Schließung der Schwimmhalle Dresden-Klotzsche gefährdet massiv das Schul- und Vereinsschwimmen im Dresdner Norden und hat damit Auswirkungen auf die gesamtstädtische Schwimmlage.

Die Schwimmhalle wird von 21 Schulen und 10 Vereinen zum Schul- bzw. Vereinsschwimmen genutzt. Wie nun auf Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion bekannt wurde, gibt es aktuell keine freien Kapazitäten in den übrigen Schwimmhallen der Dresdner Bäder GmbH, die ohne Weiteres für die Nutzung durch die betroffenen Schulen und Vereine bereitsteht. Einzig das Elbamare, unter Betrieb des Eigenbetriebs Sports, hat freie Kapazitäten. Diese betragen aber lediglich rund 50 freie Bahnstunden pro Woche und reichen dafür nicht einmal für die Hälfte des Bedarfs an Schulschwimmen aus dem Dresdner Norden.

Katharina Ringler, bildungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen erklärt dazu: „Schwimmen ist eine grundlegende Kulturtechnik und ein zentraler Bestandteil der schulischen Bildung. Gerade in Zeiten, in denen immer weniger Kinder sicher schwimmen können, ist der Zugang zu wohnortnahen Schwimmhallen unverzichtbar. Ein Wegfall der Schwimmhalle Klotzsche würde unweigerlich zu mehr Unterrichtsausfall aufgrund längerer Anfahrtswege und zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin angespannten Schwimmlage in Dresden führen. Aus bildungspolitischer Sicht ist es nicht vertretbar, dass ein ganzer Unterrichtstag für den Schwimmunterricht draufgeht, weil der Fahrtweg so weit ist“.

Neben der Bedeutung für das Schul- und Vereinsschwimmen, hat die Schwimmhalle Klotzsche auch eine hohe sozialräumliche Bedeutung. Ulrike Caspary, Stadträtin für Dresden-Klotzsche, erklärt dazu: „Die Sport- und Freizeitmöglichkeiten in Klotzsche sind ohnehin begrenzt. Deshalb ist es für unseren Stadtteil unverzichtbar, eine wohnortnahe Schwimmhalle zu haben. Ich erwarte von Herrn Donhauser, dass er jetzt mit Nachdruck eine schnelle und tragfähige Lösung für die Zukunft erarbeitet! Sei es durch Sanierung der aktuellen Schwimmhalle oder einen zügigen Neubau. Für die Kinder, Familien und Vereine in Klotzsche ist eine funktionierende Schwimmhalle keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“

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