Bundesbehörde stoppt Verfahren für neues Zollhofgelände
Nach jahrelanger Blockade im Bauausschuss
Seit vier Jahren fordern u.a. CDU, SPD und AfD im Bauausschuss immer neue Prüfaufträge für ein neues Zollhofgelände.
Die Verwaltung hat jeden der Vorschläge geprüft und kam immer wieder zum selben Ergebnis: Der schon lange vorgeschlagene Standort Washingtonstraße ist in vielerlei Hinsicht am besten geeignet. Er liegt in einem Gewerbegebiet direkt an der Autobahn, unmittelbar neben einem Baumarkt und weit entfernt von Wohngebieten.
Auch die konkreten Verbesserungsvorschläge der Stadträtinnen und Stadträte für den Standort Washingtonstraße wurden von der Verwaltung aufgenommen und umgesetzt: Mehr Stellplätze für LKWs, eine neue Zufahrt in den Zollhof, der Erhalt des benachbarten Park-and-Ride-Parkplatzes.
Ulrike Caspary, Stadträtin der Bündnisgrünen Stadtratsfraktion kritisiert: “Trotzdem verweigerte eine Mehrheit im Bauausschuss im Januar wieder die Zustimmung.”
Nun berichtet die Sächsische Zeitung, dass die zuständige Bundesbehörde genug hat von der Aufschieberei und das Verfahren ohne Ergebnis beendet. Die Nutzung des aktuellen Interimsparkplatzes auf dem Gelände der Sachsenenergie wird ab April für mehrere Jahre nicht mehr möglich sein.
„Dann stehen wieder LKW-Schlangen mitten im Wohngebiet, der Stau zieht sich bis auf die Stauffenbergallee, es gibt kaum Raum zum Wenden, sanitäre Anlagen für die Wartenden fehlen. Das Ergebnis ist Verkehrschaos, Lärm, Abgase und verunreinigte Grünanlagen für die Menschen, die dort wohnen und arbeiten und die Kinder einer benachbarten Kita“, erklärt Caspary die Folgen der jahrelangen Blockade.
Dass einzelne Politiker nun versuchen die Verantwortung für dieses Debakel auf die Verwaltung zu schieben ist dreist. Als Bündnis 90/ Die Grünen stehen wir nach wie vor zu dem konstruktiven Vorschlag Washingtonstraße.