Ungewisse Zukunft für die MARGON-Arena – Stadtverwaltung muss Klarheit schaffen

09.03.2020

Seit 1998 wird die Mehrzweckhalle auf der Bodenbacher Straße, besser bekannt als MARGON-Arena, durch den Stadtsportbund auf der Grundlage eines Vertrags zwischen der Landeshauptstadt Dresden und dem Stadtsportbund betrieben. Wie nun im Sportausschuss bekannt wurde, plant die Stadtverwaltung den Betreibervertrag zum 31.12.2020 auslaufen zu lassen.
Torsten Schulze, Sprecher für Sport der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, erklärt: „Eine Entscheidung, die ohne Beteiligung des Sportausschusses gefasst wurde und die jede Mengen Fragen über die Zukunft einer der größten Sportstätten in der Stadt aufwirft. Bisher hat die Stadtverwaltung stets zugesagt die Betreibung rechtzeitig wieder auszuschreiben.“
„Neben rund 20 Sportvereinen nutzen auch die DSC Volleyballdamen und die Dresdner Titans die MARGON-Arena. Seit mehr als 20 Jahren ist sie Geschäftsstelle und etablierter Anlaufortort für den Stadtsportbund und Veranstaltungsstätte für Punktspiele, Trainingsbetrieb und Sportgroßveranstaltungen“, erläutert der Stadtrat. Die derzeit unklare Betreibersituation ab dem nächsten Jahr erschwert für Sportvereine, Veranstalter, Angestellte und vor allem für den Stadtsportbund die Planungen.

Aktuell wird die Spielsaison im Volleyball und Basketball vorbereitet. Unklar ist, ob und wie die MARGON-Arena als Heimspielstätte abgesichert ist und wo die notwendige Anmietung erfolgt. Auch für Sportgroßveranstaltungen fehlt der Ansprechpartner für Veranstaltungen ab dem 01.01.2021. Nach jetzigem Stand steht auch der Stadtsportbund ab dem kommenden Januar auf der Straße. Ob die Namensrechte und das Sponsoring durch die MARGON GmbH auch bei einer eventuellen Betreibung durch die Stadt Dresden weiterbestehen ist auch nicht sicher“, erläutert der Sportpolitiker.

Er fordert: „Die Stadtverwaltung muss hier schnell Klarheit schaffen und dabei den Sportausschuss und den Stadtsportbund in die Entscheidungen einbeziehen. Um einen genauen Sachstand zu erhalten und auch eigene politische Initiativen vorbereiten zu können, habe ich eine Anfrage an die Stadtverwaltung eingereicht“, so Schulze abschließend.

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