Weitere Kürzungen bei der DVB wären unverantwortlich und kurzsichtig!

Fahrgastzahlen wachsen weiter – Rückgang auf gekürzten Linien

Luise Schmiedichen, 01.2026
09.01.2026

2025 haben die DVB die Rekordzahl von 186,5 Mio Fahrgäste befördert, ein weiterer Zuwachs um 2% im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig ist auf den Linien, wo das Angebot ausgedünnt wurde, bereits jetzt ein Rückgang der Fahrgastzahlen zu erkennen.

Ulrike Caspary, Sprecherin für Mobilität, der Bündnisgrünen Stadtratsfraktion dazu: „Die aktuellen Zahlen der DVB zeigen klar: Weitere Kürzungen beim Nahverkehr in Dresden wären nicht nur schädlich für die Mobilität in der Stadt, sie schaden dem Unternehmen auch langfristig.

Man stelle sich den Stau in der Stadt vor, wenn nur ein Teil dieser 186,5 Mio Fahrgäste stattdessen mit dem Auto gefahren wäre. Insbesondere auch für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind, ist ein gutes Nahverkehrsangebot von Vorteil.

Wir müssen uns endlich klarmachen, dass ein guter ÖPNV Daseinsvorsorgen und Wirtschafts- und Standortfaktor ist. Das wurde besonders in der Adventszeit wieder deutlich. Der Nahverkehr schafft nicht nur Mobilität für alle und bewahrt uns vor Staus, er spart auch volkswirtschaftlich Geld: Weniger Verkehrsunfälle, geringeren Flächenverbrauch, weniger Lärm, Luftverschmutzung oder CO₂-Emissionen.

Wir lehnen weitere ÖPNV-Kürzungen ab. Dresden braucht mehr Bus und Bahn, nicht weniger. Die Ansiedlung von ESMC ist in vollem Gang, auch andere Unternehmen bauen aus: Die Verlängerung der Linie 8 und das Verkehrskonzept Nord müssen jetzt starten.

Es ist absurd, dass die Fraktionen, viele Millionen ausgeben wollen für überflüssige Autospuren auf der Neuen Carolabrücke die DVB am liebsten kaputt sparen möchten.

Aber auch der Freistaat Sachsen muss den Bildungsticket-Ausgleich erhöhen und die Kommunen zuverlässig unterstützen.“

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