Solardächerprogramm hilft bei CO2 Einsparungen, mehr Engagement von Verwaltung gefordert

14.02.2020

Zu dem im August 2017 vom Stadtrat beschlossenen Antrag zur „Nutzung von Solarenergie beim städtischen Hochbau“ (A0296/17) hat die Stadtverwaltung Anfang Februar 2020 einen Zwischenstand veröffentlicht.

Thomas Löser, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau, erklärt dazu: „Die Stadt hat eine Vorbildfunktion bei eigenen Bauten, um die beschlossenen Klimaschutzziele zu erreichen. Wir können Gebäude bewusst energiesparend bauen, nachwachsende Rohstoffe (wie z.B. Holz) nutzen oder selbst auf Gebäuden die benötigte Energie erzeugen. Es ist positiv, dass die Stadt nun konsequent für alle Neubauten die Aufstellung von Photovoltaik-Anlagen prüft.“

Dr. Wolfgang Deppe, Sprecher für Umwelt, Klima und Energie, ergänzt: „Wir Grüne freuen uns, dass die Nutzung kommunaler Dächer der Landeshauptstadt Dresden für die Installation von Photovoltaikanlagen jetzt endlich in Gang kommt. Dies ist ein wichtiger Erfolg unserer Initiative zu einem Solardächerprogramm in der letzten Wahlperiode, damit konnten jetzt erste CO2-Einsparungen erzielt werden.

Unverständlich ist für uns allerdings, warum sich bisher nicht die geforderten 10 Dächer pro Jahr für Photovoltaik-Anlagen gefunden haben. Die von der Verwaltung genannten Gründe weisen auch auf eine geringere Bereitschaft oder mangelhafte Abstimmungsprozesse bei verschiedenen Ämtern hin. Auch im Hinblick auf den Stadtratsbeschluss vom 30.01.2020, der dem Klimaschutz “höchste Priorität“ zuweist, erwarten wir nun von allen Ämtern der Landeshauptstadt ein entschlossenes Handeln zur Bereitstellung geeigneter Dachflächen, von denen sich sicher genug finden lassen.“

 

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